Julius — der kleine Helfer in der Narbentherapie

Julius weiß Rat

Lexikon

Es gibt eine Menge Fachbegriffe, die manchmal schwer zu verstehen sind.
In diesem Lexikon steht von A bis Z, was dahintersteckt.

A
A Abstrich Entnahme von Hautzellen mittels Wattestäbchen, um Bakterienbefall oder Zellveränderung festzustellen.
Adhäsion Anhaftung
Affektlabilität Schwankende Stimmung
Akut Schnell zum Ausbruch kommende Erkrankung
Akute Belastungsreaktion Sammelbegriff für untypische Reaktion, die durch ein zurückliegendes oder aktuelles Ereignis ausgelöst werden.
Albumin Körpereiweiß
Allograft Transplantat von einem Individuum zum anderen der gleichen Spezies
Amnion Eihaut, innerste Schicht der Plazenta über dem Embryo
Analgetikum Schmerzmittel
Anamnese Erheben der Vorgeschichte des Patienten
Anästhesie Vom Arzt herbeigeführte Schmerzlosigkeit
Arthrodese Operative, künstliche Gelenkversteifung
Atemtherapie Passive und aktive Atemgymnastik als unterstützende Maßnahmen nach Operationen, z.B. mit einem Strohhalm in ein Wasserglas blubbern
Atrophie Gewebeschwund durch Verminderung der Zellgröße und -zahl
Atrophische Narbe So nennt man eine eingesunkene Narbe, die bei schlecht heilenden Wunden entsteht. In diesem Fall werden ungenügend Bindegewebsfasern gebildet.
Ausgereifte Narben Narben, die sich auf Druck nicht mehr verändern, hell und im Hautniveau sind
Autologes Transplantat Körpereigenes Transplantat, d.h. Spender und Empfänger sind dieselbe Person

B
B Bandagist Orthopädietechniker, stellen technisch-medizinische Hilfsmittel her, auch Kompressionsbekleidung
Barbiturat Schlafmittel, aber auch Narkosemittel
Basalzellschicht Schicht der Oberhaut, in der stetig neue Zellen gebildet werden
Biopsie Entnahme einer Gewebeprobe
Bobath Spezielle neurologische Behandlungstechnik in der Krankengymnastik

C
C Camouflage Spezielle Schminktechnik um Hautunebenheiten wie etwa Narben zu überschminken
Chirurgie Medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Erkennung und Behandlung von Krankheiten, Verletzungen durch Operationen befasst
Chronisch Dauernd, ständig anhaltend, langwierig, Gegenteil von akut
Compliance (positiv oder negativ verlaufender) Beziehungsaufbau
Cutis Sammelbegriff für Ober- und Lederhaut

D
D Debridement Wundsäuberung
Defekt Fehlfunktion
Dermabrasio Abschleifen der Haut
Dermatogen Von der Haut ausgehend
Dermatom Hauthobel, zur Entnahme von Spalthaut
Dermis Lederhaut
Dermojet Behandlung von Narben mit Kortison
Desensibilisieren Schrittweise Konfrontation eines Patienten mit den von ihm gefürchteten Reizen oder Erinnerungen, um z.B. eine Linderung der Angst-Symptome zu erzielen
Dissoziative Amnesie Zeitlich begrenztes, totales oder teilweises Fehlen der Erinnerung an ein traumatisches Ereignis
Diurese Harnausscheidung
Dopplersonographie Besonderes Verfahren der Ultraschalluntersuchung
Dysphorie Missgestimmt

E
E Enteral In Bezug auf den Darm
Entität Gegebene Größe, Ganzheit
Enuresis Bettnässen
Epidermis Oberste, erste Hautschicht; anderer Begriff für Oberhaut
Epithel Mehrschichtiger Zellverband, der die Körperoberfläche umschließt
Ergotherapie Beschäftigungs- und Arbeitstherapie, um verloren gegangene physische, soziale oder psychische Funktionen wieder zu erlernen und zu fördern. Durch gezielte Beschäftigungs- und Arbeitstherapie sollen tägliche Situationen wie Waschen, Anziehen, Kochen usw. gezielt trainiert werden.
Erythem Rötung der Haut
Eschar Wundschorf
Escharotomie Entlastungsschnitt durch den Wundschorf
E-Technik Spezielle neurologische Behandlungstechnik
Expander Silikonkissen, das unter die gesunde Haut eingesetzt wird und mit einem Ventil, das unter der Haut liegt, über einen längeren Zeitraum mit Flüssigkeit aufgefüllt wird. Dadurch wird die gesunde Haut überdehnt. Mit der dadurch gewonnenen Haut wird Narbengewebe ersetzt.
Exponiert Sichtbar, auffallend
Exsudat Durch Entzündung bedingter Austritt von Flüssigkeit und Zellen aus Gewebe, Blut- und Lymphgefäßen
Extension Dehnung, Streckung
Extrakorporal Außerhalb des Körpers
Extremität Gliedmaße
Extubation Entfernung des Beatmungsschlauches
Exzidieren, Exzision Ausschneiden, Entfernung z.B. von Narben

F
F Faszie Muskelhülle
Fasziokutan Haut und Faszie zusammengefasst
Fibrin Aktiviert "Klebstoff" der Blutgerinnung, dadurch wird die Wunde verschlossen
Fibrin-Kleber Zweikomponentenkleber, z.B. zum Fixieren von Spalthaut
Flash-back Überfallartiges Erinnern an eine traumatische Situation
Flexion Beugung
Fluktuierend Wechselhaft

G
G Globuline Kugelförmige Arzneimittel
Granulation Körnung
Granulationsgewebe Körniges Bindegewebe auf Wunden im Rahmen des Heilungsprozesses (hypergranulierend = überschießende Granulation)

H
H Hämatom Bluterguss, "blauer Fleck", verfärbt sich im Laufe von Tagen
Hautbank Sammelstelle von Hautzellen zur Weiterverwendung
Hautdefekt Fehlendes Hautgewebe
Hauttransplantation z.B. Vollhaut oder Spalthaut wird von einer Körperregion zur anderen übertragen, um damit offene Stellen zu decken
Hyperämie Verstärkte Gewebsdurchblutung
Hyperplasie Vergrößerung von Gewebe oder eines Organs durch Vergrößerung der Zellen (Gegenteil von atroph)
Hypertroph Erhaben, vergrößert, noch aktiv
Hypertrophe Narben Vergrößerte, erhabene, noch aktive Narben
Hypertrophe Narbenbildung Überschießende, wuchernde Narbenbildung
Hypodermis Anderer Begriff für das Unterhautfettgewebe, dort liegen u.a. Schweißdrüsen, Fettzellen
Hypothermie Unterkühlung
Hypoxie Herabsetzung des Sauerstoffgehaltes in Körpergeweben

I
I Immunsystem Biologisches Abwehrsystem des Körpers
Individuationsgrad Bewusste, eigenständige Persönlichkeit
Infektion Entzündung
Inflamabilität Entzündlichkeit
Infusion, infundieren Einführen von Flüssigkeit in den Körper mit Hohlnadeln
Inhalationstrauma Schädigung der Lunge durch Einatmen giftiger Substanzen
Instillation Tropfenweises Einbringen von Flüssigkeiten in den Organismus
Insuffizient Nicht ausreichend
Interaktionsebene Umgebungsebene
Interstitium Zwischenräume zwischen den einzelnen Gewebschichten des Körpers
Intervention Eingriff
Intestinal Zum Darmkanal gehörend
Intraoperativ Während einer Operation
Intravenös In die Vene
Intrusion Ungewolltes Wiedererleben eines traumatischen Erlebnisses, das oft mit Angst und Panik verbunden ist
Intubation Einführen eines Spezialtubus in die Atemwege

K
K Kapillare Hauchdünne Blutgefäße
Kaspelkontraktur Zusammenziehen einer Gelenkkapsel, dadurch verminderte Beweglichkeit
Keloid Erhabenes, nicht mehr aktives Narbengewebe eines gestörten Heilungsprozesses
Keratinozyten Basiszellen der Epidermis
Kinderchirurgie Medizinisches Fachgebiet mit Spezialisierung der Chirurgie auf Kindererkrankung
Klinisch Medizinische Behandlung
KOF Abkürzung für Körperoberfläche
Kollagen Eiweißstoff, der die elastische Fasern im Bindegewebe bildet
Kompressionsbekleidung Druckverbände in verschiedenen Ausführungen, z.B. als Hemden, Hosen, Handschuhe
Kontamination Befall, Verunreinigung
Kontraindikation Gegenanzeige
Kontraktur Dauerhafte Verkürzung von Muskeln, Sehnen, Bändern bei Gelenken, die zur Versteifung führt
Korium Lederhaut, Dermis
Korrelieren In Beziehung stehen
Krankengymnastik Bewegungstherapie zur Erhaltung bzw. Erneuerung der körperlichen Funktion
Kryotherapie Kältetherapie
Künstliches Koma Ein medikamentös herbeigeführter Bewusstseinsverlust. In diesem Zustand kann der Patient auch durch starke äußere Stimuli wie wiederholte Schmerzreize nicht geweckt werden.
Kutis Epidermis + Dermis

L
L Langerhans-Zellen Abwehrzellen des Immunsystems in der Oberhaut
Lappenplastik Gewebelappen mit allen Gefäßen um Narbengewebe zu ersetzen
Läsion Schädigung, Verletzung
Lokalisation Stelle, Ort

M
M Manuelle Therapie Gelenk- und Weichteiltechnik in der Krankengymastik
MCP-Gelenk Mittelhandgelenk
Mediatoren Hormonähnliche Mittlersubstanzen
Meek-Technik Gestichelte Spalthaut
Mentosternal Bereich zwischen Kinn und Brustbein
Meshen Vergrößern eines Transplantats durch ein Gitter-Muster
Mesh-Graft Gittertransplantat
Metabolismus Stoffwechsel
Mikroanastomose Chirurgische Verbindung von kleinsten Blutgefäßen
Mobilität Beweglichkeit
Monitoring Überwachen der Körperfunktion durch Monitore
Mukosa Schleimhaut
Myokutan Muskel und äußere Haut zusammengefasst

N
N Narbe Die Narbe stellt den ausgeheilten Zustand einer Hautverletzung dar. Narbiges Bindegewebe ist zunächst rot, wenig elastisch und kaum belastbar. Im Verlauf der Narbenreife sind Schrumpfungen und Verhärtungen möglich.
Narbenhypertrophie Durch eine übermäßige Ausschüttung von Kollagenfasern wird das Bindegewebe unregelmäßig angelegt und wuchert im ursprünglichen Wundbereich.
Narbenmassage Vorsichtige Massage, um eine Schrumpfung des Narbengewebes zu erreichen
Narbenstrangauflösung Durch kleine Zickzackschnitte werden Narben entfernt, so dass die Wunde spannungsfrei geschlossen werden kann
Narkose Betäubung, Künstlich herbeigeführter schlafähnlicher Zustand mit Bewusstlosigkeit und somit Schmerzunempfindlichkeit
Narkotisieren Betäuben (vgl. Narkose)
Nekretomie Entfernen des abgestorbenen Gewebes
Nekrose Verbranntes, totes Gewebe
Neuner-Regel Regel zur Berechnung der verbrannten Körperoberfläche durch Aufteilung 11 x 9 + 1 Prozentteile

O
O Oedem Schwellung durch Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe
Organismus System der Organe des menschlichen Körpers

P
P Parenteral Unter Umgehung des Verdauungstraktes, z.B. parenterale Gabe eines Medikamentes durch die Vene
Pelotte Die Pelotte ist ein ballenförmiger, meist halbkugeliger Gegenstand (bzw. Polster), der in der Regel zu medizinischen zwecken zur Kompression oder zum Zusammendrücken oder Weghalten von Gewebe genutzt wird.
Permeabilitätsstörung Durchlässigkeitsstörung der Zellen
Phobie Krankhafte Angst
Physiotherapie Krankengymnastik
Plastische Chirurgie Bei der Plastischen Chirurgie (griech. plastein - bilden, formen, gestalten) handelt es sich um jede Form von Chirurgie, die aus funktionellen oder ästhetischen/kosmetischen Gründen Veränderungen an den Organen oder Körperoberflächen vornimmt.
Platysma Flacher Hautmuskel am Hals
Plexus Nervengeflecht
Plexus brachialis Nervale Versorgung des Armes und der Schultermuskulatur aus den Halswirbeln (C5-Th1)
Pneunomie Entzündung der Lungen
PNF Spezielle neurologische Behandlungstechnik
Postoperativ Nach der Operation
Posttraumatisch Die Vorsilbe "post" bedeutet "nach", hier: nach einem Trauma
Posttraumatische Symptome Zeitlich verzögert auftretende psychische Folgen eines Traumaerlebnisses
Prävention Vorbeugung, Verhütung
Primäre Exzision Herausschneiden von kleinen Narben mit sofortigem, direktem Verschluss
Prognose Voraussicht auf den Krankheitsverlauf
Progredient Fortschreitend
Projektieren Übertragen
Proliferation Wucherung
Prolongieren Etwas verlängern
Pruritus Juckreiz
Psyche Gesamtheit bewusster und unbewusster seelischer Vorgänge und geistiger Funktion
Psychisch Die Psyche betreffend
Psychologe Ein Psychologe befasst sich mit der Psychologie, definiert als Wissenschaft vom Erleben und Verhalten des Menschen.
Psychose Sog. Geisteskrankheit, allgemeine Bezeichnung für psychische Störung mit strukturellem Wandel des Erlebens
Psycho-somatisch Verbindung und Beziehung zwischen körperlichem und seelischem

R
R Radialislappen Hautlappen aus einem Bereich am Unterarm
Recell Haut zum Sprühen statt zum Auftragen
Regression Auf eine frühere Entwicklungsstufe zurückgehen
Rehabilitation Nachbehandlung sowie möglichst umfassende Wiederherstellung der Gesundheit
Rekonvaleszent Genesung von einer Erkrankung, Wiederherstellung
Relaxieren Entspannen
Relevant Wichtig, von Bedeutung
Respirator Beatmungsgerät
Retinaculli Verstärkende Bindegewebsstränge
Re-Traumatisierung Erneute Traumatisierung, die u.a. durch die Behandlungsmaßnahmen in der Intensivversorgungsphase hervorgerufen werden kann (erneuter Verlust an Kontrolle)
Retrograde Amnesie Gedächtnisverlust für einen unterschiedlich langen Zeitraum vor Eintreten der Bewusstlosigkeit
Reversibel Umkehrbar, wiederherstellbar
Rezidiv Rückfall
Rezidivierend Wiederholt auftretend

S
S Sedativum Beruhigungsmittel
Sedierung Ruhigstellung mit Medikamenten
Sepsis Fäulnis, Blutvergiftung
Sheet Besondere Folge zum Auflegen
Silikon Kunststoff
Silikonimplantat Kunststoffkissen mit Gel gefüllt
Silikonpflaster Kunststoffpflaster zur Verkleinerung hypertropher Narben
Somato-psychisch Körperlich-seelisch
Spalthaut Hauchdünn abgehobene Oberhautschicht von einer unverletzten Körperstelle
Spontanremission Spontane Rückbildung
Stase Zone des Stillstand der Durchblutung
Stigma Kennzeichen, Merkmal mit negativer Zuordnung
Subcutis Anderer Begriff für die Unterhaut
Substitution Ersatz, Auffüllen
Symptome Krankheitszeichen, jeweils charakteristisch für eine bestimmte Krankheit
Systemisch Den gesamten Organismus betreffend

T
T Take-Rate Anzahl der eingeheilten Transplantate
Tangentiale Exzision Entfernung verbrannter Haut in dünnen Scheiben
Temperatursensoren Zelleinheit zur Wahrnehmung von Kälte und Wärme
Therapeut Behandler
Therapie Behandlung
Thermisch Die griechische Vorsilbe "therm" steht für "warm"
Thrombose Blutgerinsel, das die Vene verstopft und dadurch den Blutdurchfluss unterbricht
Thrombosierte Gefäße Durch Blutgerinsel verschlossene Gefäße
Trachea Luftröhre
Transplantation Gewebs- und Organverpflanzung zur Ersetzung von fehlendem Körpergewebe oder Organen
Trauma Gewaltsame Einwirkung von außen, seelischer Schock
Trigger Auslöser

U
U Unterlidektropium Nach unten gezogenes, hängendes und evtl. umgestülptes Unterlid

V
V Vaskularisation Gefäßversorgung
Verbrennung Verletzung durch Feuer
Verbrennungsgrad Tiefe der Verbrennung
Verbrühung Verletzung durch heiße Flüssigkeiten
Vojta Spezielle neurologische Behandlungstechnik in der Krankengymnastik

X
X Xenograft Vom Tier stammendes Transplantat

Z
Z Zervikal Halsbereich
Zirkuläre Verbrennung Verbrennung, die rund um einen Körper greift
Z-Plastik Durch kleine Zickzackschnitte werden Narben aufgelöst und können versetzt spannungsfrei zusammengenäht werden

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