Julius — der kleine Helfer in der Narbentherapie

Julius kennt Kinder wie dich

Sofia hat drei Geschwister, eines davon erst wenige Monate alt, die Eltern haben alle Hände voll zu tun. In einem hektischen Augenblick kann die Vierjährige unbemerkt ein Feuerzeug greifen, kurz darauf fängt ihr Shirt an zu brennen. Trotz blitzschneller Reaktion der Familie erleidet Sofia Verbrennungen im Thoraxbereich. Ein tragischer Einzelfall? Keineswegs. Verbrennungen und Verbrühungen sind die zweithäufigste Unfallursache bei Kleinkindern – und fast alle passieren im Haushalt. Dass die Kleidung von Sofia so schnell Feuer fing, hätte die Experten der Stiftung Warentest kaum überrascht. Sie prüften im Jahre 2009, ob Kinderkleidung vor Flammen schützt. Das Ergebnis: leider nein – alle 44 Testmuster brannten. Bei 40 Kleidungsstücken war die Brandgefahr hoch oder sogar sehr hoch. Besonders schnell brannten leichte Textilien aus Baumwolle. Doch neben offenem Feuer lauern noch viele weitere Gefahren in Küche, Bad und Wohnzimmer – von der Herdplatte übers Bügeleisen bis zu heißen Speisen und Getränken. Schon der Inhalt einer Tasse kann fast ein Drittel der Körperoberfläche eines Babys oder Kleinkinds verbrühen. Die 4-jährige Sofia verletzte sich schwer, als sie zu Hause einen Augenblick lang unbeobachtet war. Dank guter ärztlicher Versorgung und viel Unterstützung durch ihr Sanitätshaus geht es ihr schon deutlich besser.

Diese Juzo Produkte helfen Sofia:

Das vierjährige Mädchen wird vom Sanitätshaus Schad in Aalen betreut. Vier Meister und 22 Fachangestellte beraten und versorgen hier Kunden aus dem ganzen Ostalbkreis. Sofia trägt eine nach ihren Maßen angefertigte Juzo Expert Thoraxbandage. Besondere Freude hat das Mädchen an den Juzo Bügelbildern, die sie auf dem linken und rechten Ärmel trägt: Schmetterlinge flattern auf der grünen Bandage, Kätzchen schnurren auf der pinken. Die Bügelbilder sind eine große Motivation, die Bandage konsequent zu tragen und den Erfolg der Narbentherapie zu fördern.

Haushaltsunfälle passieren überall auf der Welt.

Allein in Deutschland sind es nach Schätzung des Robert Koch-Instituts etwa 2,8 Millionen. Damit verunglücken in den eigenen vier Wänden sieben Mal mehr Menschen als im Straßenverkehr (0,39 Millionen). Da ist es beruhigend zu wissen, dass ärztliche Hilfe im Fall der Fälle zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichbar ist und ein flächendeckendes Netz an Krankenhäusern die medizinische Versorgung garantiert.
In Afghanistan, dem Land, aus dem der kleine Samiullah stammt, ist die Situation vollkommen anders. Haushaltsunfälle geschehen auch dort, aber medizinische Hilfe ist Glücksache. Auf 10.000 Einwohner kommen nur zwei Ärzte und 4,2 Krankenhausbetten. 80 Prozent der Ärzte arbeiten in der Hauptstadt Kabul. Dort sind auch 60 Prozent der Krankenhausbetten und 40 Prozent der Apotheken konzentriert. Doch Samiullah stammt aus einer entlegenen Provinz. Die ländliche Bevölkerung hat viel weniger Zugang zu medizinischer Versorgung – und Spezialfälle wie Brandverletzungen können oft gar nicht behandelt werden.

Jedes geheilte Kind ist ein Sieg

Weil der Achtjährige in seiner Heimat nicht versorgt werden konnte, organisierte Friedensdorf e. V. eine Behandlung in Deutschland. Seit 1967 setzt sich der Verein aus Oberhausen mit medizinischer Einzelfallhilfe für kranke und verletzte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten ein. „Unser schönstes Ziel ist es, dass unsere Arbeit einmal nicht mehr notwendig ist, weil es keine Kriege mehr gibt“, sagt Ronald Gegenfurtner von Friedensdorf e. V., wohl wissend, dass dieses Ziel wieder in weite Ferne gerückt ist. In Sprechstunden in den jeweiligen Ländern werden die Kinder ausgewählt, die mitfliegen können. Oft hängt ihr Leben am seidenen Faden. Leider stehen meist weniger Behandlungsplätze zur Verfügung, als es Kinder gibt, die Hilfe brauchen. Dennoch können mehr als 1.000 verletzte oder kranke Kinder Jahr für Jahr durch die Hilfe des Vereins medizinisch behandelt werden. Nach der Krankenhausbehandlung kommen die Kinder zur Rehabilitation ins Friedensdorf. Die Wunden werden versorgt, die Kinder lernen, mit Prothesen zu laufen oder zu greifen, lernen den Umgang mit Medikamenten. Und sie lernen, ungezwungen und ohne Angst zu spielen. Sie gesunden an Körper und Seele.

 

 

 

 

Weitere Informationen über den Verein und die Möglichkeit, mit einer Spende zu helfen, erfahren Sie unter www.friedensdorf.de

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